Zellaufschluss-Mühle SPEX SamplePrep 1600 MiniG®
Der Einstieg in den High-Throughput Zellaufschluss sowie die schnelle und effiziente Probenhomogenisierung - gleichzeitige Homogenisierung von 192 Proben in 2 x 96 Deep-Well-Platten bis hin zu 6 x 50 ml Tubes
Der Zellaufschluss mit dem 1600 MiniG® von SPEX erfolgt durch eine, auf allen Probenpositionen identische, vertikale Bewegung mit einer Frequenz von maximal 1500 Hüben pro Minute. Temperaturempfindliche Proben können in optional erhältlichen Kühladaptern vermahlen werden.

Die Spezialmühle SPEX 1600 MiniG® für den High-Throughput Zellaufschluss sowie die schnelle und effiziente Probenhomogenisierung überwindet den Flaschenhals bei der Probenhomogenisierung und –extraktion durch Kombination beider Schritte.

Insbesondere der variable Einsatz von entweder herstellereignen oder kundenspezifischen Deep-Well-Platten (bis zu 2 x 96 Proben) oder Einzel-Tubes mit 1 bis 2 ml (bis 2 x 24 Proben), 15 ml (bis zu 12 Proben) oder 50 ml (bis zu 6 Proben) in geeigneten Racks macht die SPEX Zellaufschluss-Mühle SPEX 1600 MiniG® ebenso wie das größere Gerät, den 2010 Geno/Grinder® einzigartig unter den Zellaufschlussgeräten. Verfügbare Einmalgefäße verhindern Kontaminationen und sparen Zeit. Zusätzlich stehen dem Anwender zahlreiche unterschiedliche separate Mahlmedien (Perlen, Kugeln oder Stifte) sowie Aufschlusskits mit bereits fertig vorbereiteten und mit probenspezifischen Mahlkugeln oder Beads befüllten Gefäßen für das Homogenisieren einer Vielzahl von Probenarten zur Verfügung. Je nach Probenart kann der Anwender Kits mit Keramikkügelchen, Stahlkügelchen, Glaskügelchen oder Kugelgemischen wählen. Diese optimierten Kitkombinationen für den effizienten Zellaufschluss und die anschließende Nukleinsäureisolierung garantieren höchste Ausbeuten hochreiner RNA, DNA oder Proteinen und anderen Biomolekülen.

Mit wenigen Handgriffen werden die mit Probenmaterial und Mahlmedien befüllten und geeignet verschlossenen Deep-Well-Platten oder Einzel-Tubes in die dafür vorgesehenen Racks eingestellt und in der höhenverstellbaren Halterung der Zellaufschluss-Mühle SPEX 1600 MiniG® bei Bedarf gestapelt und arretiert. Der Anwender wählt einzig die Aufschlusszeit in Sekunden bzw. Minuten und die Geschwindigkeit und drückt den Start-Knopf. Die ausschließlich vertikale Bewegung der Probengefäße unterstützt dabei ein homogenes und reproduzierbares Aufschlussergebnis über alle Einzel-Tubes. Zusätzlich werden durch den extrem schnellen Zellaufschluss aufgrund der sehr hohen Geschwindigkeit (500 – 1.500 Schwingungen pro Minute) die zu extrahierenden Bestandteile geschont und es erfolgt ein vollständiges Zermahlen auch von schwierigen Materialien.

Die Zellaufschluss-Mühle SPEX 1600 MiniG® bietet ein Monitoring des Aufschlusses durch Sichtkontrolle während des gesamten Prozesses. Die Aufschlussprozedur endet automatisch nach abgelaufener Zeit, kann jedoch jederzeit manuell durch den Bediener unterrochen werden. Ein Sicherheitsmechanismus unterbricht sofort den Aufschlussvorgang, sofern versucht wird, den Deckel des Gerätes zu öffnen.

Müssen die Proben auch während der Homogenisierung kalt gehalten werden, kann der Anwender aus einer Anzahl verschiedener Kryo-Adapter für alle verfügbaren Probengefäße auswählen, diese werden mit den bereits befüllten Probegefäßen bestückt und in einer dafür vorgesehenen Kryo-Station in flüssigem Stickstoff für einige Minuten vorgekühlt. Die Kryo-Adapter aus Aluminium halten die Kälte während der Mahlung in der Probe, damit erfolgt eine kontinuierliche Kühlung und Schutz temperaturempfindlicher Proben während der Homogenisierungsprozedur. Typische Proben sind zum Beispiel humane und tierische Gewebe, Pflanzen und Pflanzenteile, Zellkulturen, Früchte, Gemüse und Getreide, Cannabis, Samen, Hefen und Bakterien.

Ein wesentlicher Applikationsbereich für die Zellaufschluss-Mühle SPEX 1600 MiniG® ist die Probenhomogenisierung und Extraktion für die Pestizidanalytik nach der QuEChERS-Methode. Die QuEChERS-Methode wird vor allem bei der Untersuchung von Obst und Gemüse eingesetzt – die Methode enthält eine Anzahl von Misch- und Extraktionsschritten sowie die vorbereitende Probenhomogenisierung. Diese zeitaufwändigen und arbeitsintensiven Schritte können mit dem SPEX 1600 MiniG® zusammengefasst und mit höherem Durchsatz abgearbeitet werden. Beim Einsatz der Zellaufschluss-Mühle SPEX 1600 MiniG® ist die Ausbeute an Pestizid signifikant höher und damit die Extraktion wesentlich effektiver ist als bei manuellem Arbeiten. Zudem werden bedienerabhängige Einflussfaktoren wie Schütteltechnik, Schüttelzeit etc. eliminiert und standardisiert. Der Probendurchsatz wird erhöht, die Reproduzierbarkeit wird verbessert.

Mit der Zellaufschluss-Mühle SPEX MiniG® 1600 gelingt die schnelle und effiziente Probenhomogenisierung in den Bereichen Pestizidanalytik von Lebensmitteln – QuEChERS, der DNA/RNA- und Protein-Extraktion, der Analyse gentechnisch veränderter Organismen (GVO) und dem Gewebeaufschluss.